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Kein Rassismus bei den Feuerwehren - Stellungnahme der Fachgruppe …

Kein Rassismus bei den Feuerwehren - Stellungnahme der Fachgruppe Feuerwehr

Rassismus-Vorwürfe gegen Bremer Feuerwehr

Rassismus-Vorwürfe gegen Bremer Feuerwehr


Wir - die in ver.di organisierten Feuerwehrleute - verurteilen die rassistischen, sexistischen und menschenverachtenden Vorkommnisse bei der Berufsfeuerwehr Bremen. Feuerwehrleute sollen sich dort in Chats und auf der Wache jahrelang offen rassistisch und sexistisch geäußert haben, Vorgesetzte hätten nicht darauf reagiert.
Die Kolleginnen und Kollegen, die sich an den Staatsschutz gewandt haben und auch diejenigen, die nicht wegsehen, verdienen unseren Respekt und haben die Solidarität und Unterstützung der ver.di-Fachgruppe.


Feuerwehr und Rettungsdienst sind unverzichtbarer Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und der Gefahrenabwehr in der Bundesrepublik. Um dieser immensen Verantwortung gerecht werden zu können, bedarf es gemeinsamer Grundsätze, Werte und Ziele jedes Kollegen und jeder Kollegin, die sich hauptberuflich für Feuerwehr und Rettungsdienst bei einer Feuerwehr entscheiden.


Bei Feuerwehren ist kein Platz für Nazis, Rassisten, Sexisten, Homophobe und Hater. Wir fordern schnelle und umfassende Aufklärung der Vorkommnisse bei der Berufsfeuerwehr Bremen und die strafrechtliche bzw. disziplinarische Sanktionierung der Schuldigen.


Wir begrüßen, dass die Integrationsarbeit bei vielen Feuerwehren ein selbstverständlicher Bestandteil geworden ist und dass die Vielzahl der Feuerwehrleute – auch in Bremen - für eine Kultur der Anerkennung, der Gleichberechtigung, des Respekts und der Vielfalt eintreten.


Rechtsradikales Gedankengut und eine Kultur der Herabwürdigung sowie der Ungleichbehandlung haben in unserem Wertekanon keinen Platz.

  • Als Beschäftigte bei Feuerwehren in der Bundesrepublik Deutschland haben wir uns mit unserer Berufswahl entschieden, zu helfen und zu retten, wann und wo auch immer wir gebraucht werden, um Schaden oder Leid von Menschen zu lindern oder abzuwenden.
  • Wir erachten die Würde eines jeden Menschen als unantastbar.
  • Wir positionieren uns öffentlich gegen Nationalismus, Extremismus, Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus.
  • Jedwede politische wie persönliche Einstellung, die Menschen in ihrer Wertigkeit unterscheidet, ist nicht mit unserem Berufs- und Menschenbild vereinbar.
  • Wir wollen allen, die sich in einer akuten Notlage befinden, schnellstens die bestmögliche Hilfe bringen und dabei den Hilfebedürftigen und deren Angehörigen zu jeder Zeit die bestmögliche Behandlung und Betreuung ungeachtet ihres sozialen Status, ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion, sexueller oder politischer Orientierung angedeihen lassen. Dabei machen wir uns frei von allen persönlichen Einschätzungen und agieren neutral, professionell und objektiv.
  • Wir pflegen eine Berufskultur, in der wir uns miteinander solidarisieren, wertschätzen und respektieren, unabhängig ob wir Feuerwehrleute einer Kommune, eines Landkreises, des Bundes, der Länder, eines Flughafens oder eines privaten Unternehmens sind. Gemeinsam stellen wir unser berufliches Können in den Dienst aller Menschen und schützen als kollegiale Gemeinschaft aktiv unsere Grundsätze vor widerrechtlicher Einflussnahme.